Motivation (F)Low?!

Der Traum von motivierter Teamarbeit…

Mussten Sie auch schon Teamsitzungen leiten während drei Teilnehmende an ihren Smartphones saßen und zwei weitere lieber die Eichhörnchen im Baum draußen beobachten? Mir passiert es ab und an im virtuellen Rahmen, dass ich erst einmal vor einer Wand schwarzer Kacheln anstelle freundlicher Gesichter sitze. Spätestens dann merke ich: Fehlende Motivation kann auch die Leitung anstecken. Ich jedenfalls möchte solche Situationen nicht zu oft erleben. Aber wie geht es anders?

Was kann ich tun, um den Funken Begeisterung wieder zu entfachen?

Oder schnöde formuliert: Wie motiviere ich mein Team oder meine Teilnehmenden? Und was zum Geier ist eigentlich Motivation?

Die Grundannahme lautet eigentlich:

Motivation = ein attraktives Ziel X die Fähigkeit es zu erreichen

Was aber ist attraktiv? Tatsächlich kennen wir Menschen zwei verschiedene Arten von „attraktiv“. Es gibt Aufgaben, Ziele und Dinge, die sind attraktiv für den „Kopf“: unsere rationalen und bewussten Ziele. Und dann gibt es die, die attraktiv für den „Bauch“ sind: unsere nicht immer bewussten Motive, Werte, Sehnsüchte und Einstellungen.

Erhalten wir als Menschen eine Aufgabe, die allen Kriterien entspricht: Also für Kopf und zugleich Bauch attraktiv ist und die zu bewältigen wir uns fähig fühlen, dann ist es soweit: FLOW!

Dieses Grundmuster lässt sich für unsere Zusammenarbeit in Teams ausweiten.
  • Ist das Projekt den Teammitgliedern wirklich wichtig und haben sie auch keine widersprechenden Ziele?
  • Das Projekt und die damit verbundenen Aufgaben entsprechen den Werten, Einstellungen und Neigungen der einzelnen und sind emotional positiv besetzt?
  • Fühlen sich die Mitglieder des Teams auch fähig, die Herausforderung zu bewältigen, weil sie alle dafür nötigen Kompetenzen und Informationen bereits haben oder leicht erwerben können?
3 Faktoren der Motivation

Dann, ja dann FLOW!

Das ist halt jetzt aber leider nicht immer der Fall. Aber das Gute an diesem Modell ist, dass es den Anhaltspunkt, an dem die Teamleitung ansetzen kann, gleich mitliefert: Je nachdem was gerade fehlt, lassen sich Gegenmaßnahmen und Interventionen an die jeweilige Situation anpassen.

  • Ist der Kopf noch nicht dabei? Dann helfen konkrete Zielvereinbarungen, Planung und Strukturierung. Im Zweifelsfalle auch das genaue Hinsehen, ob es möglicherweise zunächst Zielkonflikte zu lösen gilt
  • Ist der Bauch nicht mit im Boot? Dann gilt es zunächst zu vermeiden, dass Frustration einzieht. Vielleicht finden Sie gemeinsam Möglichkeiten, die anstehenden Aufgaben anders zu bewerten oder eine tragfähige gemeinsame Vision zu entwickeln
  • Fehlt’s an Fähigkeiten und Kompetenzen? Nichts leichter als das! Schulungen, Trainings und Coachings helfen zielgerichtet, Kompetenzen einzuüben und zu trainieren.

In diesem Sinne:

Go with the Flow!

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