Bäume gefällt: Platz für mehr Licht

Bäume fällen, um den Wald zu erhalten – für manch einen mag das ein Widerspruch sein. Tatsächlich will auch ein naturbelassenes Gelände wie das des Studienzentrums gepflegt werden. Werner Sappelt, Leiter der Hauswirtschaft im Studienzentrum und zuständig für Wegepflege und Gelände, hat zusammen mit Landschaftsgärtnern und Förstern abgewogen, was weg muss und was bleiben kann – zum ersten Mal seit 2003.

So schwer die Entscheidung fällt: Mut wird belohnt. 2017 und 2018 wurde Jungholz rausgeschnitten, damit ein oder zwei Bäume wachsen können anstatt mit 20 anderen um Platz und Licht zu konkurrieren. Tote Äste werden entfernt und kranke Bäume gefällt, um mögliche Sturmschäden in Grenzen zu halten. Teilweise sind es Folgen der Hitze und des Klimawandels, die sich auch in Josefstal zeigen: Fichten, als Flachwurzler in den Bergen verbreitet, sind bei Hitze und Trockenheit besonders anfällig für Schädlinge wie den Borkenkäfer. Um ihm jetzt zuvorzukommen und an der Ausbreitung zu hindern, wird im kommenden Jahr auch eine wunderschöne Fichte fallen müssen. Aber das Studienzentrum wäre nicht das Studienzentrum, wenn in der Herausforderung nicht auch Raum für Kreativität läge… wir haben schon einige Ideen, was sich aus dem Stumpf und dem Holz machen lässt.

Ein Rundgang rund um unsere Gästehäuser und das Klausurhaus ergab obendrein, dass das Fällen einzelner Bäume schon deutlich mehr Licht und Wärme bringt. So kann man jetzt auf der Terrasse des Klausurhauses nicht nur in den Wald sehen, sondern auch die Sonne genießen. Das sind gute Nachrichten, finden wir.

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